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Verbesserte Bedingungen für Freiwilligendienste gefordert

Die Katholische Arbeitsgemeinschaft der Freiwilligendienste in Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt Forderungen an die Politik. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl erarbeiteten die Beteiligten ein Positionspapier zur Stärkung der Freiwilligendienste.

Jährlich entscheiden sich landesweit rund 20.000 zumeist junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD). Damit gehört Nordrhein-Westfalen (NRW) zu einem der Bundesländer mit dem zahlenmäßig größten Engagement im Freiwilligendienst. In ihrem Positionspapier zur Landtagswahl in NRW 2022 weisen die katholischen Träger für Freiwilligendienste auf den Stellenwert der Dienste hin und benennen die wichtigsten Handlungsfelder für die Politik. „Freiwilligendienste sind auf politische Rahmenbedingungen angewiesen. Es braucht eine verbesserte Anerkennungskultur, um echte Teilhabe zu ermöglichen“, erklärt Birgitta Kelbch, Sachgebietsleiterin der Freiwilligendienste (FWD) im Bistum Essen.

Ganz konkret fordert die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Träger:

  • eine deutliche Vergünstigung des öffentlichen Personennahverkehrs,
  • die Darstellung des Freiwilligendienstes als gleichwertige Anschlussperspektive im Berufsfindungsprozess,
  • einen erleichterten Zugang, um Teilhabe zu ermöglichen (keine Anrechnung des Taschengeldes, Sicherung des Wohngeldanspruches, Befreiung vom Rundfunkbeitrag, vereinfachte Visa-Verfahren),
  • eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Träger durch eine Modernisierung der Förderung, eine Angleichung der Landesförderung an den Bund und eine Gleichstellung aller Dienstarten (BFD, FSJ/FÖJ).

Freiwillige übernehmen Verantwortung für sich und für andere und schaffen damit die Basis für ein demokratisches Zusammenleben. Der Grundsatz der Freiwilligkeit, das soziale Lernen und die gegenseitige Unterstützung sind dabei grundlegend. In Kita’s, Grundschulen, Pflegeheimen, Krankenhäusern und zahlreichen anderen sozialen Einrichtungen leisten Freiwillige durch ihren Einsatz einen wichtigen Beitrag. Dies ist besonders während der Corona-Pandemie sowie auch bei der Flutkatastrophe deutlich geworden. Freiwilligendienste stellen einen wichtigen Beitrag an der Schnittstelle des Übergangs von der Schule in den Beruf dar, sie stärken die Persönlichkeit insbesondere der jungen Menschen und tragen zu deren Selbstwirksamkeit und Orientierung bei. Freiwilligendienste befähigen zur politischen Meinungsbildung und fördern demokratische Prozesse. Im 16. Kinder- und Jugendbericht des Bundes (2020) werden Freiwilligendienste für junge Menschen ausdrücklich als ein wichtiger Ermöglichungsraum für politische Bildung herausgestellt.

Über die Arbeitsgemeinschaft
Die Katholische Arbeitsgemeinschaft der Freiwilligendienste in NRW ist ein Zusammenschluss von Trägerorganisationen des FSJ, FÖJ und BFD. Auf Landesebene vertreten sie die Interessen der Freiwilligendienste gegenüber Politik, Kirche und Gesellschaft. Das Bistum Essen wird durch Birgitta Kelbch, Sachgebietsleiterin der Freiwilligendienste (FWD) im Bistum Essen, vertreten. Die FWD begleiten jährlich ca. 380 Freiwilligendienstleistende im FSJ und BFD in rund 200 sozialen Einrichtungen.

Als Link: Das Positionspapier im Detail können Sie hier lesen.

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